Veröffentlicht von: 0

Wenn ein Stammesmitglied der Babemba in Südafrika ungerecht
gewesen ist oder unverantwortlich gehandelt hat, wird er
in die Dorfmitte gebracht, aber nicht daran gehindert wegzulaufen.
Alle im Dorf hören auf zu arbeiten und versammeln sich
um den „Angeklagten“. Dann erinnert jedes Stammesmitglied,
ganz gleich welchen Alters, die Person in der Mitte daran, was
sie in ihrem Leben Gutes getan hat. Alles, woran man sich in
Bezug auf diesen Menschen erinnern kann, wird genau dargelegt.
Alle seine positiven Eigenschaften, seine guten Taten,
seine Stärken und seine Güte werden in Erinnerung gerufen
und sehr ausführlich geschildert. Die Geschichten über diese
Person werden mit absoluter Ehrlichkeit und großer Liebe
erzählt. Niemand darf das Geschehene übertreiben und alle
wissen, dass sie nichts erfinden dürfen. Die Zeremonie wird so
lange fortgeführt, bis jeder im Dorf mitgeteilt hat, wie sehr er
diese Person als Mitglied der Gemeinschaft schätzt und
respektiert. Der ganze Vorgang kann mehrere Tage dauern.
Am Ende wird der Kreis geöffnet und nachdem der Betreffende
wieder in den Stamm aufgenommen worden ist, findet ein
fröhliches Fest statt.
Nette Geschichte, sagen Sie? Vielleicht. Aber Hand auf’s Herz:
Möchten Sie nicht gerne so behandelt werden, wenn bei Ihnen
mal etwas schief gelaufen ist?

Dieser “Tipp” erscheint auch wöchentlich in verschiedenen regionalen Zeitungen und ist deshalb in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.