Veröffentlicht von: 0

Hermann Hesse hat es so ausgedrückt: „Es ist nicht unsere
Aufgabe, einander näherzukommen, so wie Sonne und Mond
oder Meer und Land einander nicht näherkommen. Unsere
Aufgabe ist es, einander zu erkennen und einer im anderen
das zu sehen und ehren zu lernen, was er ist: des anderen
Gegenstück und Ergänzung.“

Es ist ein Dilemma der Liebe: Gegensätze ziehen sich an, aber
Gleich und Gleich gesellt sich gern. Hesse löst diesen scheinbaren
Widerspruch durch ein besonderes Verständnis vom
Begriff der Partnerschaft auf. Es geht also nicht darum,
unserem Partner immer ähnlicher oder eins mit ihm zu werden.
Und was überhaupt nicht funktioniert, ist, den anderen
umerziehen zu wollen, obwohl dies oft mit erstaunlicher Hartnäckigkeit
versucht wird. Das Resultat ist in aller Regel
frustrierend. Vielmehr besteht eine glückliche Partnerschaft
darin, sich gegenseitig zu ergänzen, indem wir die Unterschiede
wertschätzen und dankbar dafür sind. Dazu gehört es,
zu akzeptieren, dass sich Charakterzüge nicht aufheben
lassen. Der andere ist halt so, wie er ist. Sogar Hirnforscher
haben dies in ihren Untersuchungen bestätigt.

Mein Tipp: Schätzen Sie an dem anderen seine Stärken, anstatt
ihm dauernd seine Unzulänglichkeiten vorzuhalten. Oder
halten Sie es mit Konrad Adenauer, der sagte: „Nehmen Sie
die Menschen, wie sie sind, andere gibt’s nicht.“

Dieser “Tipp” erscheint auch wöchentlich in verschiedenen regionalen Zeitungen und ist deshalb in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.