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Mal ehrlich: Haben Sie schon einmal versucht, einen erwachsenen Menschen umzuerziehen? Und mit welchem Erfolg? Wir sehen überdeutlich den „Splitter im Auge des Bruders“, wie es schon in der Bibel heißt. Natürlich meinen wir es gut mit dem Anderen. Aber meistens regt uns etwas auf: dass er keine Ordnung hält, ewig vor der Glotze hängt, sich unmöglich kleidet oder Dinge nicht so anpackt, wie wir es nie tun würden.

Das heißt unterm Strich: Wir möchten, dass unser Gegenüber anders sein soll, als er ist und zwar nach unseren Vorstellungen. Dabei schrieb schon der amerikanische Philosoph Emerson: „Versuche niemals, jemanden so zu machen, wie du selbst bist.“ Würde sich jeder das Gebet von Fritz Perls, dem Gründer der Gestalttherapie, zu eigen machen, wäre es friedvoller auf dieser Welt:

Ich lebe mein Leben und du lebst dein Leben.
Ich bin nicht auf dieser Welt, um deinen
Erwartungen zu entsprechen
und du bist nicht auf dieser Welt, um meinen
Erwartungen zu entsprechen.
ICH BIN ICH und DU BIST DU
und wenn wir uns zufällig treffen und finden,
dann ist das schön,
wenn nicht, dann ist auch das gut so.

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