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Bereits 1973 erschien der Roman „Momo“ von Michael Ende.
Der Untertitel lautet: Die seltsame Geschichte von den Zeit-
Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene
Zeit zurückbrachte. 7 Millionen Exemplare wurden weltweit
verkauft. Das Thema ist auch nach 40 Jahren aktueller als je
zuvor. Hier eine kleine Kostprobe:
„Siehst du, Momo“, sagte Beppo der Straßenkehrer dann zum
Beispiel, „es ist so: Manchmal hat man eine lange Straße vor
sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals
schaffen, denkt man.“ Er blickte eine Weile schweigend
vor sich hin, dann fuhr er fort: „Und dann fängt man an, sich zu
eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man
aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch
vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt
es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz außer Puste
und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor
einem. So darf man es nicht machen.“
Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: „Man darf
nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man
muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten
Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur
an den nächsten.“ Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er
hinzufügte: „Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann
macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.“

Dieser “Tipp” erscheint auch wöchentlich in verschiedenen regionalen Zeitungen und ist deshalb in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de

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