Veröffentlicht von: 0

Geschichten sagen oft mehr als intellektuelle Erklärungen.
Deshalb möchte ich Ihnen heute eine Geschichte erzählen. Sie
handelt von einer schönen, perfekten Eichel. Sie war auf der
Suche nach einem schönen Platz zum Wurzeln, um eine schöne
Eiche zu werden. Da begegnete sie einem Redwood-Baum.
Das sind die riesigen Bäume, die über 2000 Jahre alt werden
und über hundert Meter hoch sind. Die Eichel war fasziniert
und beschloss, auch ein Redwood-Baum zu werden. Sie ging
zu einem Trainer, um zu lernen, ein Redwood-Baum zu
werden. Dieser machte mit ihr alle möglichen Übungen und
gab der Eichel Bücher zu lesen wie: „Das positive Denken von
Redwood-Bäumen“, „Berühmte Redwoods“, „Das Glück, ein
Redwood-Baum zu sein“ usw. Der Trainer empfahl der Eichel
auch den Umgang mit Redwood-Bäumen. So kam es: Die
Eichel senkte ihre Wurzeln direkt bei den Redwood-Bäumen in
den Boden. Was ist wohl aus der Eichel geworden? Ein
Redwood-Baum? Natürlich nicht: Es wurde eine Eiche daraus.
Eine schöne, starke Eiche – aber eine unglückliche, unsichere
Eiche voller Minderwertigkeitskomplexe, denn sie vergleicht
sich noch heute mit einem Redwood-Baum.
Der jüdische Philosoph Martin Buber lehrt uns: „In der
kommenden Welt wird man dich nicht fragen: Warum bist du
nicht Mose gewesen? – Man wird dich fragen: Warum bist du
nicht du selbst gewesen?“

Dieser “Tipp” erscheint auch wöchentlich in verschiedenen regionalen Zeitungen und ist deshalb in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.