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Wissen Sie, wie man einen Biber fängt? Das ist ganz leicht, wirklich
ganz leicht. Man muss nur beobachten, welchen Weg der Biber
geht, wenn er von seinem Bau zum Fluss geht. Denn der Biber geht
jedes Mal wieder den gleich Weg. Hin und zurück. Das ist eben so.

Man braucht nur zu warten, bis der Biber wieder aus seinem Bau
kommt und seinen Weg geht. Dann lässt man ihn an sich
vorbeilaufen und stellt direkt hinter ihm einen offenen Käfig genau
auf seinen Rückweg. Mehr muss man nicht machen. Der Biber dreht
sich um, wenn man den Käfig dahin stellt, und sieht das. Und der
Biber beginnt schon gleich zu weinen, wenn er das sieht.

Und er weint den ganzen Tag, während er am Fluss unten seine Arbeit
macht. Der Biber weint und weint. Denn er weiß genau, den ganzen
Tag lang, dass er auf dem Rückweg im Käfig landen wird. Aber er
geht seinen Weg, den er immer gegangen ist, daran ändert auch
kein Käfig etwas. Also kann man doch verstehen, wenn der Biber
weint, nicht wahr? Trotzdem geht er abends wieder seinen üblichen
Weg zurück. Unerschütterlich. Direkt hinein in den Käfig. Man muss
nur noch die Käfigtür zu-machen. Ja, so fängt man einen Biber.

Wenn Ihnen diese Geschichte zu denken gibt, dann hat sie
schon fast ihren Zweck erfüllt.

Dieser “Tipp” erscheint auch wöchentlich in verschiedenen regionalen Zeitungen und ist deshalb in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de

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