Coaching für Körper, Geist und Seele

Der Weg zum leichteren Leben

Jeder Mensch ist ein Unikat. Es gab noch nie einen Menschen, der genauso war wie du, und es wird auch nie mehr genau denselben Menschen geben. Du hast unerschöpflich viele Möglichkeiten, deinem Körper, deinem Geist und deiner Seele bewusst und unbewusst Ausdruck zu geben. Jeder hat in seinem Leben den Bauplan seines Körpers – des Hauses, in dem seine Seele wohnt – mitbekommen.

Tabellen über den BMI (Body-Mass-Index) und den günstigen Körperfettanteil berücksichtigen nicht die unterschiedlichen Veranlagungen, sondern scheren alles über einen Kamm. Dies und ein gesellschaftlich aufgebautes Idealbild, das Schlanksein mit Erfolgreich- und Begehrenswertsein verknüpft, führte dazu, dass sich seit Jahrzehnten ein Schlankheitskult ausgebreitet hat. Vielen, die nicht dieser Norm entsprechen und vergeblich Mittel und Wege suchen, dies zu korrigieren, hat dieses Bemühen großen Schaden an ihrer körperlichen und seelischen Gesundheit zugefügt.

 

Artgerechte Lebensführung

Ein weiteres Problem ist, dass sich unsere Lebensbedingungen in den letzten 60 Jahren gravierend verändert haben, aber unsere Biologie noch immer die alte ist. Über Hunderttausende von Generationen hat sich der Mensch tagtäglich viele Kilometer aus eigener Kraft bewegt und hat sich auf eine Art ernährt, wie es seine Umweltbedingungen hergegeben haben.

Heutzutage beherrschen denaturierte Lebensmittel, die auf Lustgewinn und Konsumvermehrung getrimmt sind, die Supermärkte. Bewegung aus eigener Kraft ist kaum mehr nötig und wird vielmehr zu einem Zeitproblem. Die Informationsflut durch die explosionsartig wachsenden Kommunikationstechniken prasselt auf uns ein und muss verdaut werden. Das Lebenstempo hat sich dramatisch erhöht. Etwas mit Muße zu tun ist alte, verstaubte Spinnstubenromantik. Die pharmazeutische Industrie sucht und produziert pausenlos Gegenmittel, um die körperlichen Auswirkungen dieser Lebensumstände zu bekämpfen.

Diese Lebensbedingungen haben wir intelligenten Menschen neben den ebenfalls sehr wertvollen Errungenschaften der Zivilisation selbst geschaffen. In diesem Kontext ist es nicht immer leicht, ein gesundes, artgerechtes Leben zu führen.

 

Gesunder Lebensstil statt Diät

Für eine dauerhaft gesunde Lebensführung sind Diätvorschriften oder Abspeckprogramme oft gut gemeint, aber wenig wirksam. Bestenfalls führen sie zu einem vorübergehenden Gehorsam, der bald von dem Bedürfnis nach Selbstbestimmung verdrängt wird. Nur das, was der Mensch aus eigenem Bewusstsein und Antrieb tut, kann dauerhaft bestehen.

Es geht also darum, das Bewusstsein für den eigenen gesunden Lebensstil nach seinen persönlichen Bedürfnissen und Neigungen zu entwickeln. Dazu müssen sowohl das Bewusstsein als auch das Unterbewusstsein und die darin gespeicherten Programme verändert werden.

 

Warum wir mehr vom Stress zunehmen als vom Essen

Stress bedeutet nicht nur viel Arbeit und wenig Zeit. Keine Arbeit kann genauso Stress machen. Sorgen, Ängste, Ärger, Unzufriedenheit, Langeweile, Sinnlosigkeit – alles, was uns belastet, macht uns Stress und verursacht körperliche, geistige und seelische Reaktionen. Bei ständigem Stress erhöht sich der Cortisolspiegel dauerhaft. Das führt nachweislich zum Wachstum von Fettzellen. Jeder kennt die Auswirkungen, wenn jemand längere Zeit Kortison einnehmen muss.

Depressiv durch Gewichtszunahme

Stress macht dick!

Bei Stressbelastungen erhöht sich der Blutzuckerspiegel, was die Bauchspeicheldrüse veranlasst, vermehrt Insulin auszuschütten. Insulin wiederum sorgt für die Einlagerung von Fett. Allein diese biologische Reaktion sorgt für eine permanente Gewichtszunahme.

Zudem erzeugt dieser Gefühlszustand meist ein verstärktes Essverlangen durch die Unterzuckerung und durch Abfall des Wohlfühlhormons Serotonin. Der Zuckerspiegel kann natürlich am schnellsten durch Süßigkeiten aufgefüllt werden.

Dadurch erhöht sich wieder das Fettspeicherhormon Insulin, aber auch der Serotoninspiegel steigt. Beides wirkt sich vorübergehend wohltuend auf unseren Gefühlszustand aus. Unser Unterbewusstsein merkt sich dies als Bewältigungsstrategie gegen Stress und negative Gefühlszustände und greift in entsprechenden Situationen darauf zurück. Daraus entstehen Gewohnheiten und Konditionierungen, gegen die man nicht mehr nur mit Willenskraft angehen kann. Der Teufelskreis hat sich geschlossen.

Wie oft habe ich schon in meinen Kursen erlebt, dass Menschen allein dadurch abnahmen, dass sie ruhiger wurden, sich nicht mehr selbst so unter Druck setzten. Der Anfang kann sein, sich wegen seines Gewichts keinen Stress mehr zu machen, sondern es zu akzeptieren und Schritt für Schritt Veränderungen vorzunehmen.

 

Wie die Seele auf den Körper wirkt

Wir trennen mit den Wörtern Körper, Geist und Seele, was untrennbar miteinander verbunden ist. Jede seelische Regung ist im Körper zu spüren, jeder Gedanke schwingt durch Körper und Seele und jede körperliche Befindlichkeit beeinflusst Geist und Seele. Die Seele befindet sich auf der höchsten Schwingungsebene, der Körper ist mit den niedrigsten Schwingungen die Materialisierung. Unsere Gefühlwelt hat immer Auswirkungen auf alle Ebenen.

 

Kummerspeck und dickes Fett

Veränderungen kann man niemals gegen sich, sondern nur mit sich erreichen. Gegen sein Gewicht oder gegen seinen inneren Schweinehund zu kämpfen, kann niemals zum dauerhaften Erfolg führen. Die beste Art, etwas nie mehr loszuwerden, ist, dagegen zu kämpfen. Alles hat seine Ursachen und alles hat sich über einen gewissen Zeitraum angesammelt. Alte Verletzungen und Missstände, auch wenn sie weit zurückliegen, können in der Erinnerung noch heute ungute Gefühle verursachen. Sie stecken somit immer noch im System, also auch noch im Körper. Auf diese Weise füllen sich immer wieder die Fettzellen, auch man sie durch vermehrten Sport oder Diätmaßnahmen etwas geleert hatte. Erst wenn innerer Frieden eingekehrt ist, kann auch der Körper zur Ruhe kommen.

Der Volksmund spricht so treffend vom Kummerspeck, den sich jemand angefuttert hat und den er auch braucht. Dabei wird immer wie selbstverständlich unterstellt, zu viel oder das Falsche zu essen sei der Grund für das Dicksein. Kalorienreduzierte Diäten, Light- und Diätprodukte schüren dieses einseitige Denken. Sehr oft habe ich schon erlebt, dass Kursteilnehmende gerade dann abnehmen, wenn sie sich keinen Kopf mehr über die Kalorien machen und essen, was ihnen schmeckt und guttut. Offenbar sind es noch ganz andere Mechanismen, die zu Übergewicht führen.

Gewichtsreduzierung

Wenn die Seele dick macht

Der Körper reagiert unmittelbar auf äußere und innere Einflüsse. Ist es beispielsweise heiß, beginnen wir zu schwitzen und haben keinen willentlichen Einfluss darauf. Der Körper schwitzt einfach, ohne dass wir es kontrollieren können. Aber auch wenn uns innerlich heiß wird, z. B. in schwierigen Situationen, können uns die Schweißperlen auf der Stirn stehen, selbst wenn es drumherum kühl ist.

Wenn wir frieren, beginnen wir zu zittern, bekommen Gänsehaut und der Körper verändert seinen Stoffwechsel. Sind wir permanent schwierigen Seelenzuständen ausgesetzt, können sich diese Körperreaktionen verfestigen und der Mensch verschafft sich somit unbewusst das sprichwörtliche dicke Fell, das er braucht, um sich besser abzugrenzen, zu schützen, zurückzuziehen oder sich zu behaupten. Auch darauf hat der Betreffende keinen willentlichen Einfluss. Der Körper macht das einfach.

 

Vom Übergewichtsgewinn

So steuert unsere mentale Verfassung nicht nur unser Verhalten, sondern hat auch massive Auswirkungen auf das vegetative Nervensystem. Hunger oder Verlangen nach Essen entsteht oft nicht aus einem biologischen Mangel, sondern aus seelischen Bedürfnissen. Ebenso wird das Hunger-/Sättigungsgefühl nicht nur davon gesteuert, wie viel Mageninhalt vorhanden ist. Oft ist es seelischer Hunger, der von materieller Nahrung nicht oder nur notdürftig gestillt werden kann. Selbst wenn deroderdie Betroffene es schaffen würde, das Essverhalten zu kontrollieren, was bei solchen Gefühlslagen bekanntlich sehr schwer ist, könnte er/sie damit trotzdem nicht die Fetteinlagerungen stoppen oder gar reduzieren.

Im Kurs sage ich immer flapsig-salopp: „Wenn es deine Seele braucht, macht dein Körper aus grünen Salatblättern Fettzellen.“ Wenn das sprichwörtliche dicke Fell gebraucht wird und der Körper seelische Defizite ausgleichen muss, ist jede Form von Diät oder Verhaltenskontrolle bestenfalls vorübergehend wirksam, aber niemals dauerhaft erfolgreich. Genau wie es in der Medizin den Begriff Krankheitsgewinn gibt, kann man diesen auch auf das Übergewicht übertragen – obwohl das natürlich kein wirklicher „Gewinn“ ist, im Gegenteil.

 

Schutz oder Spiegel

Der Körper hat die niedrigste Schwingungsebene und durch ihn kommen wir unmittelbar mit dem physischen Leben und der von uns erschaffenen Realität in Kontakt. Deshalb reagieren wir sofort mit unserem Körper auf alle Einflüsse, die wir wahrnehmen. Dabei dient er aber nicht nur als Werkzeug zu unserem Schutz oder als „Waffe“ zum Angriff auf äußere und innere Einflüsse. Mit unserem Körper treten wir auch in die Welt und drücken unser Wesen aus. Unsere Körperhaltung, Bewegungen, Gestik und Mimik, die Körperfülle – alles ist Ausdruck unseres Wesens und der Seele, die sich in unserer äußeren Erscheinung und in unserem Körper ausdrückt. Deine genetische Disposition und deinen Körperbau kannst du nicht verändern. Man kann aus einem Bernhardiner keinen afrikanischen Windhund machen. Aber es genügt auch, ein ganz normaler Bernhardiner zu sein, ohne Zusatzgewicht.

 

Vom guten Umgang mit sich selbst

Über den Körper erleben wir auch die sinnlichen Genüsse des Lebens. Sicherlich hat nicht jeder Übergewichtige seelische Probleme und muss dringend in Behandlung. Der sinnliche Essgenuss ist zweifellos eine Lebensqualität, die jeder für sich genießen sollte. Aber alles, was zu viel des Guten ist, wird schnell zur Last. Der Volksmund spricht vom inneren Schweinehund, den es zu bekämpfen gilt. Aber es geht nicht ums Kämpfen – im Gegenteil. Es geht um eine gute Selbststeuerung und darum, das rechte Maß zu finden.

Selbststeuerung funktioniert nicht ohne Selbstbewusstsein, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Also als Sich-seiner-selbst-Bewusstsein. Außerdem ist dazu ein guter Umgang mit sich selbst vonnöten. Wie geht man gut mit sich um? Liebevoll und konsequent! Dies ist kein Widerspruch, sondern das eine bedingt das andere. Wenn man ein Kind erzieht, dann ist es genauso wichtig, liebevoll wie konsequent zu sein, um Werte zu vermitteln. Je mehr wir es lernen, liebevoll und verständnisvoll mit uns selbst zu sein, und je mehr wir Werte und innere Haltungen haben, an denen wir uns orientieren können, umso leichter fällt uns die Selbststeuerung.

 

Bewusstsein und Unterbewusstsein

Aber nicht alles können wir aus unserem Verstand und aus der Willenskraft steuern. Hier zitiert der Volksmund gerne den Bibelspruch: „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“ Der Wille und der Verstand gehören zu unserem Bewusstsein, das unsere Intelligenz ausmacht und mit dem wir uns über alle anderen Lebewesen hinaus entwickelt haben.

Allerdings wird unser Erleben und Verhalten nur zu einem geringen Teil von unserem Bewusstsein gesteuert. Verhaltensforscher beziffern ihn auf weniger als 10 Prozent. Über 90Prozent unseres Verhaltens wird vom Unterbewusstsein gesteuert.

Das Unterbewusstsein ist ein Erinnerungsspeicher, in dem alle für uns wichtigen Eindrücke und Erkenntnisse mit den dazugehörigen Gefühlen registriert sind. Alle neuen Eindrücke werden viel schneller, als dies der bewusste Verstand kann, mit den vorhandenen Einspeicherungen verglichen und verarbeitet. Hätten wir nicht diesen Erinnerungsspeicher, wären wir mit der Flut der neuen Eindrücke völlig überfordert und unser System würde verrückt spielen. Deshalb laufen wir zu 90 Prozent auf Autopilot, der von unserer individuellen Software betrieben wird. In dieser Software ist unsere ganz eigene Wahrnehmung und Gefühlswelt gespeichert, unsere Vorlieben, Abneigungen, Glaubenssätze, unser Selbstbild und unsere Gewohnheiten. Kurz: Jeder lebt in seiner eigenen Welt.

 

Gewohnheiten sind hartnäckig

Gewohnheiten sind wie ein Seil. Wir weben jeden Tag einen Faden dazu und irgendwann können wir das so entstandene Seil nicht mehr zerreißen. Jeder hat schon am eigenen Leib erlebt, dass es nichts Hartnäckigeres gibt als Gewohnheiten. Trotzdem lässt sich jede Gewohnheit verändern, wenn wir das wirklich wollen.

Schild Neue Ziele

Gewohnheiten sind hartnäckig Egold Institut

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man den Autopiloten in diesen Bereichen ausschaltet und auf Steuerung durch das Bewusstsein umschaltet. Dies ist am Anfang ungewohnt. Deshalb bekommen wir von unserem System auch kein Bestätigungsgefühl, sondern eher ein Störgefühl. Das Neue fühlt sich noch ungewohnt an. Je mehr wir jedoch Fäden des Neuen weben, umso fester und stärker wird das neue Seil.

All dies erfordert Geduld und Ausdauer, eine Tugend, die in unserer schnelllebigen Zeit immer mehr verloren geht. Schnelle Lösungen sind gefragt. All das, was man sich in vielen Jahren oder Jahrzehnten erwirkt hat, kann sich jedoch nicht in kurzer Zeit verändern. Jeder Gärtner weiß, dass er das Wachstum nicht beschleunigen kann, indem er ungeduldig an der Pflanze zieht.

 


Teufelskreis der Sucht

Es sind aber nicht nur die Gewohnheiten, die unser Verhalten steuern. Oft ist ein Verhalten notwendig – wörtlich genommen wendet es eine Not. Wenn wir Zahnschmerzen haben, kann eine Schmerztablette hilfreich sein, den Schmerz zu unterdrücken. Allerdings tut jeder gut daran, von einem Zahnarzt die Ursachen des Schmerzes beseitigen zu lassen. Bei seelischen Schmerzen ist dies meist nicht so einfach. Zur Schmerzunterdrückung kann vieles herhalten, was die Gefühlslage vorübergehend verbessert. Essen, Alkohol, Nikotin, Beruhigungstabletten – die Zahl der Suchtmittel ist unbegrenzt. Es gibt aber nicht nur die stoffgebundenen Suchtmittel, sondern auch stoffungebundene wie Kauf-, Spiel-, Sex-, Arbeits-, Sport- oder Harmoniesucht – man kann alles zum Suchtmittel machen.

Wenn sich ein Verhalten nicht durch Bewusstmachen und Ausschalten des Autopiloten dauerhaft verändern lässt, kann man davon ausgehen, dass es gebraucht wird, um negative Gefühlszustände auszugleichen.

Schematisch kann man den Teufelskreis folgendermaßen darstellen:

 

schema-teufelskreis

 

Es ändert sich nichts, wenn sich nichts ändert

Will man also ein Suchtverhalten dauerhaft verändern, ist dies sehr schwierig, weil es das letzte Glied in der Kette von Reaktionen ist. Man muss also schon davor ansetzen und sich mit den belastenden Situationen und dem Stress konstruktiv befassen. Letztendlich ist es aber niemals eine Situation selbst, die uns stresst oder uns zu schaffen macht, sondern immer unsere Wahrnehmung und Bewertung der Situation.

Dies erfolgt jedoch aus dem Unterbewusstsein, aus unserer Software. Die Software lässt sich überprüfen und ändern, auch wenn dies oft aus eigener Kraft sehr schwierig ist. Wer aber seine belastende Situation, Stress-Wahrnehmung, Bewertung, Software, negative Gefühlslage, Reaktion darauf, Suchtverhalten, wunden Punkte, Glaubenssätze und unguten inneren Haltungen verändert, wird reich dafür belohnt. Die Gefühle verändern sich und das ungewünschte Verhalten lässt sich nun leicht über die Bewusstseinssteuerung umlenken.

 

Ohne Ziele kein Ergebnis

Die Macht der Gedanken ist unbestritten. Jeder Gedanke hat das Bestreben, sich zu verwirklichen. Obwohl wir das wissen, sind wir meist viel mehr mit dem beschäftigt, was wir nicht wollen, als mit dem, was wir wollen. Nach dem Gesetz der Anziehung und der Resonanz ziehen wir all das in unser Leben, dem wir Aufmerksamkeit und Energie geben und worauf wir uns ausrichten, egal ob dies positiv oder negativ ist.

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Welche Dimensionen das hat, können wir uns gar nicht oft genug klarmachen. Was bewirkt der Gedanke: „Ich bin zu dick, ich muss abnehmen?“

Natürlich bewirkt er, dass der beklagte Zustand Energie bekommt und gefestigt wird. In meinen Kursen ist es mir deshalb wichtig, nicht das Bewusstsein auf das Defizit, also das Übergewicht, zu lenken, sondern auf den gewünschten Zustand. Deshalb machen wir auch keinen Abnehmkurs, sondern sind auf dem Weg zum leichteren Leben. Es ist immer wichtig, Ziele und Wünsche zu haben.

Wer nicht weiß, wohin er will, muss sich nicht wundern, wenn er ankommt, wo er nicht hinwollte, sagte schon Mark Twain. Viele machen jedoch dabei gravierende Fehler. Oft sind Ziele entweder negativ formuliert oder so hoch gesteckt, dass man selbst nicht daran glauben kann. Zweifel jedoch zerstören jedes noch so gut gemeinte Ziel. Ein weiterer entscheidender Fehler, der häufig gemacht wird, ist, sich selbst unter Druck zu setzen. Jeder weiß, dass Druck lähmt und zu Stress führt. Auf dieser Schwingungsebene wird dann alles angezogen, was damit in Resonanz steht. Es ist entscheidend, wie es gelingt, uns mit Optimismus, Zuversicht, ohne Druck und ohne Zweifel und zugleich frohen Mutes auf den Weg zu machen, ohne dabei unser Ziel aus den Augen zu verlieren.

 

Sport zum Wohlfühlen

Vielleicht ist dem aufmerksamen Leser aufgefallen, dass ich bei meinen Ausführungen über dauerhafte Gewichtsreduktion noch gar nichts zum Thema gesunde Ernährung und zu sportlichen Aktivitäten geschrieben habe. Ich will damit nicht sagen, dass ich dies nicht für wichtig hielte, ganz im Gegenteil.

Aber was nutzt uns all das Wissen um eine gesunde Ernährung und wie man mit sportlichen Aktivitäten Fett verbrennt, wenn wir dazu keine Motivation haben, wir von unseren Lebensumständen gestresst und frustriert sind und wenn wir ganz andere Notwendigkeiten haben, um all dies auszuhalten?

Wir müssen uns zunächst um eine bessere mentale Verfassung kümmern, damit unser Bemühen auf fruchtbaren Boden fällt und von unserem Unterbewusstsein unterstützt wird.

älteres Paar springt vor Freude

© Christian Schwier, Fotolia.com, #48059981

In meinen Kursen zielt die erste Coachingmaßnahme auf die Motivation, sich täglich mindestens eine halbe Stunde Zeit zu nehmen, um zu laufen, Fahrrad zu fahren oder sich irgendwie sportlich zu betätigen. Außer den positiven Auswirkungen auf den Fettstoffwechsel, Muskelaufbau und Verbrauch von Kalorien hat dies Auswirkungen, die für unsere Gesundheit mindestens genauso wichtig sind: sich wieder Zeit für sich selbst zu nehmen und sich eine Auszeit zu gönnen.

Sich und seinen Körper wieder besser zu spüren oder wieder frei atmen zu können, führt meist schnell zu einer deutlichen Verbesserung des Wohlbefindens. Dass dabei der Stresspegel und der Kortisolspiegel sinken, das Depot an Fettverbrennungsenzymen aufgefüllt, die Muskulatur aufgebaut, der Stoffwechsel angeregt wird und sich der Energiehaushalt verbessert, sind die gewollten Nebeneffekte.

Ausreichende und richtige Bewegung gehört zu einer gesunden Lebensführung. Dabei muss aber immer das Wohlfühlen im Vordergrund stehen. Mit Verbissenheit und Härte gegen sich selbst die Pfunde bekämpfen zu wollen, kann nicht von dauerhaftem Erfolg gekrönt sein. Vielmehr muss sich ein Bewusstsein aufbauen, bei dem die regelmäßige Bewegung zu dem selbst gewählten Lebensstil gehört.

 

Gesund ist all das, was schmeckt und gut bekommt

Wenn es ums Abnehmen geht, richtet sich meist die größte Aufmerksamkeit auf das Thema Ernährung. „Von nichts kommt nichts“, sagt der Volksmund und schielt dabei auf den Übergewichtigen. Natürlich ist es nicht egal, was wir essen. Wie jedoch unser Körper die Nahrung verarbeitet, ist nicht nur auf der physiologischen Ebene zu suchen. Bücher über gesunde Ernährung füllen ganze Bibliotheken. Letztendlich haben sie aber nicht dazu geführt, dass es weniger Übergewichtige gibt.
Auch haben Diät- und Lightprodukte, die sich zu einem Milliardengeschäft und zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt haben, das Problem Übergewicht keinesfalls lösen können, ganz im Gegenteil. Jeder Supermarktbetreiber weiß, dass diese Artikel nicht statt „normaler“ Ware, sondern zusätzlich in die Regale kommen. Durch die besondere Beschaffenheit und den fehlenden Sättigungsgehalt werden der Hunger und die Esslust gefördert statt gestillt.

Gesunde ErnährungStetige Umsatzsteigerung und das Wecken neuer Bedürfnisse sind die Ziele der Nahrungsmittelindustrie. Diese werden durch Produktstyling mit Farb- und Geschmacksstoffen über Werbung bis hin zur Verpackung und Platzierung im Supermarkt mit allen gesetzlich erlaubten Mitteln angestrebt. Es gibt viele übergewichtige Menschen, die einfach zu wenig essen und deshalb nicht abnehmen können. Moderne Ernährungswissenschaftler fordern deshalb dazu auf, sich dreimal täglich vernünftig satt zu essen. Keine Diät taugt dauerhaft zum Abnehmen. Vielmehr muss jeder für sich den Ernährungsstil finden, der für ihn genau der richtige ist und der sowohl die körperlichen Bedürfnisse als auch die persönlichen Vorlieben befriedigt. Gesund und richtig ist letztendlich all das, was einem schmeckt und gut bekommt.

 

Störungen und Blockaden auf körperlicher Ebene

Der materielle Teil unseres Wesens ist unser Körper. Außer den beschriebenen seelischen Störungen kann es natürlich auch zu körperlichen Störungen und Blockaden kommen, die zur verstärkten Fetteinlagerung führen. Solche Störungen können sein: Unterfunktion der Schilddrüse, hormonelle Störungen, toxische Belastungen, Regulationsblockaden, Übersäuerung, Belastungen und Verstopfungen im Darmtrakt und vieles mehr. Regelmäßige Einnahme von Medikamenten kann sich ebenfalls ungünstig auswirken. Hier kann ein tüchtiger Arzt oder Heilpraktiker helfen.

 

Was unseren Körper formt

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Der Bauplan unseres Körpers ist genetisch festgelegt. Die anderen variablen Einflüsse sind veränderbar, auch wenn dies nicht immer leicht ist. Unser Verhalten wird jedoch nur zu einem geringen Teil von unserer bewussten Willenskraft gesteuert. Deshalb kann ein professionelles Verhaltenstraining mit Hypnoseunterstützung sehr hilfreich sein, die belastenden Einflüsse und damit letztendlich auch das Körpergewicht dauerhaft zu reduzieren.

 

Verhaltenstraining mit Hypnoseunterstützung

Bekanntlich nimmt niemand zwischen Weihnachten und Neujahr zu, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten. Inzwischen sind sich alle Fachleute darüber einig, dass kurzfristige Diät- oder Abspeckmaßnahmen nicht von anhaltendem Erfolg sein können. Das hat bereits Altbundeskanzler Helmut Kohl eindrucksvoll bewiesen, der nach seinen alljährlichen Abspeckaktionen immer mehr Gewicht zulegte. Vielmehr brauchen dauerhafte Veränderungen Zeit, bis sie sich sowohl im Bewusstsein als auch im Unterbewusstsein verankert haben. Zudem geht es darum, die seelischen, geistigen und körperlichen Störungen und Blockaden aufzulösen, die zum Übergewicht geführt haben. Diese sind natürlich bei jedem ganz unterschiedlich. Es gibt so viele Gründe für Übergewicht, wie es übergewichtige Menschen gibt.

 

Ziele des Verhaltenstrainings sind:

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Das Verhaltenstraining, das ich 1998 in Zusammenarbeit mit Ärzten, Psychologen und Hypnosefachleuten entwickelte, ist seither immer mehr gereift. Die Erfahrung aus der Arbeit mit nunmehr über 4.000 Kursteilnehmern und Kursteilnehmerinnen in Gruppen- und Einzelsitzungen ist von unschätzbarem Wert und konsequent in das Konzept eingeflossen.

 

Wie Abnehmen mit Hypnose funktioniert

Um es gleich vorwegzunehmen: Hypnose ist kein Zaubermittel, bei dem ein geheimnisvoller Hypnotiseur seine Kunden in eine Bewusstlosigkeit versetzt, den inneren Schweinehund erledigt, sie wieder aufweckt und dann ist alles für immer gut.

Hypnose ist vielmehr eine sehr alte Verfahrensweise, die in der modernen Gesundheitstherapie und insbesondere im Coaching einen immer größeren Stellenwert einnimmt. In einem Entspannungszustand (Trance) tritt das kontrollierte Bewusstsein in den Hintergrund. Das Unterbewusstsein ist damit für Suggestionen viel leichter erreichbar. Auf diese Weise können erwünschte Verhaltensveränderungen mitunter erstaunlich schnell erzielt werden.

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Innere Bilder und Vorstellungen (Imaginationen) haben in der Hypnose eine sehr starke Wirkung auf das vegetative Nervensystem. Darüber liegen zahlreiche Forschungsergebnisse vor. So können Körperfunktionen wie der Fettstoffwechsel und das Hunger-/Sättigungsgefühl spürbar beeinflusst werden. Das Reduzieren von Stressreaktionen und damit das Senken des Cortisolspiegels greift eine der wichtigsten Ursachen für Übergewicht an den Wurzeln.

Human man fat and slim concept

Vorstellungen in Trance entfachen im Unterbewusstsein einen starken Handlungsantrieb. So kann sich schnell ein Verlangen nach gesunder Ernährung oder regelmäßiger Bewegung entwickeln. Auch Visionen von körperlichen Veränderungen, alsosich selbst schlanker vorzustellen, führen oft zu erstaunlichen Veränderungen in der Persönlichkeitsstruktur. Mit Hilfe positiver Affirmationen werden alte Denk- und Verhaltensstrukturen durchbrochen und neue installiert.

Eine Studie an der Universität Tübingen hat ergeben, dass beim Einsatz von Hypnose eine um 50 % bessere Gewichtsreduktion erzielt wurde. Das Körperfett wurde schneller abgebaut und die Rückfallquote war um 80 % geringer als bei Vergleichspersonen.