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Jeder möchte gerne gelobt werden. Stimmt das wirklich? Oberflächlich gesehen vielleicht. Aber Vorsicht, Lob im herkömmlichen Sinne, kommt immer von oben nach unten. Bei Eltern zu Kindern ist das in Ordnung. Hier sind natürliche Hierarchien gegeben. Für jedes Kind ist Lob zudem ein wichtiger Baustein für ein gutes Selbstwertgefühl.

Zugleich sollten Eltern mit dem Größerwerden des Kindes lieber zu tauglicheren Lob-Alternativen wie Zutrauen übergehen. „Ich weiß, das kriegst du hin“ wirkt stärker als ein Lob als positive Beurteilung im Nachhinein. Womöglich noch mit dem Nachsatz: „Das hätte ich dir nicht zugetraut.“ Sicher als Würdigung gut gemeint, aber das Unbewusste hat andere Ohren. „Ich bin stolz auf dich“ ist sinnvoller.

Auch im beruflichen Kontext und in der Beziehung unter Erwachsenen ist Loben eine heikle Sache. Wer lobt, urteilt über einen anderen und dies kann peinliche Nähe schaffen. „Im Loben ist mehr Zudringlichkeit als im Tadel“, schrieb Friedrich Nietzsche. Stattdessen ist Zutrauen auf jeder Hierarchieebene immer eine sichere Bank. Auch mit einem ehrlichen Bedanken für eine gelungene Sache können Sie nie etwas falsch machen.

Damit ich’s nicht vergesse: Wenn in Ihrer seelischen Blackbox noch der Satz „Eigenlob stinkt!“ herumgeistert, befördern Sie diesen schleunigst in die Mottenkiste. Speichern Sie dafür „Eigene Anerkennung macht frei!“. Dass es dabei nicht um Narzissmus geht, versteht sich von selbst.

Da dieser “Tipp” auch auch in anderen Medien erscheint, ist er in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de

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