Wo ist Ihre Dankstelle?

Haben Sie sich heute schon beschwert? Über Unverschämtheiten, Pech oder die Ungerechtigkeiten der Welt? Vielleicht mit guten Gründen. Doch fühlen Sie sich danach besser, motivierter und tatkräftiger? Oder trübt das eher Ihre Stimmung und den Blick auf das Leben? Entschuldigen Sie die direkten Fragen, aber ich will auf etwas hinaus, das unser Lebensglück maßgeblich beeinflusst: Dankbarkeit.

Die Emotionsforschung zeigt, wie wertvoll

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Frage für einen Freund

Leiden Sie manchmal unter Problemen, Enttäuschungen oder Seelennot? Gott sei Dank! Nein, das meine ich nicht zynisch. Ein Leben im Frieden-Freude-Eierkuchen-Modus bringt keine persönliche Weiterentwicklung und schwächt sogar unsere seelischen Widerstandskräfte. Aus neurobiologischer Sicht sind Probleme keine Störfaktoren, sondern

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Es ist nie zu spät

Früher habe ich mich überwiegend mit anderen Dingen beschäftigt. Heute balanciere ich schon mal beim Zähneputzen mit der linken Hand auf einem Bein, mache jeden Morgen brav meine Übungen, die mir mein Osteopath ans Herz gelegt hat, und bemühe mich um einen gesunden Lebensstil. Wer mich als Autor dieser Zeilen nicht kennt, sollte wissen, dass ich nunmehr 74 Lenze auf dem Buckel habe.

Mit dem Wissen von heute hätte ich bereits in

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Vorsicht vor Energie-Vampiren

Vampire nähren sich von Blut, Energievampire nähren sich von der Energie ihrer Mitmenschen. Auch wenn der Begriff sich krass anhört, beschreibt er gut, was oft in Begegnungen mit anderen Menschen vor sich gehen kann. Meist spürt man es erst im Nachhinein: Sie fühlen sich plötzlich niedergedrückt, pessimistisch oder leer, obwohl es Ihnen vorher ganz gut ging. Sie sollten sich deshalb gut vor Energiesaugern schützen.

Man erkennt sie daran, dass von ihnen nichts

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In sieben Jahren ist alles vorbei

Wussten Sie, dass der Mensch alle sieben Jahre seinen Körper vollständig erneuert? Jede Faser, jede Zelle. Nicht alles gleichzeitig: Hautzellen erneuern sich in Wochen, Leberzellen in Monaten, während Knochen Jahre benötigen. Der Mensch, der Sie vor sieben Jahren waren, existiert rein biologisch nicht mehr. Bis auf einige wenige Zellen, wie die in der Großhirnrinde. Sie bleiben oft ein Leben lang bestehen.

Der Körper ist ein Erneuerungskünstler, der ständig

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Lieber keinen Spatz in der Hand

Kennen Sie die Redewendung „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“? Klingt vernünftig, oder? Sie besagt, man solle mit dem zufrieden sein, was man sicher hat, anstatt etwas Ungewissem nachzujagen. Sie rät zur Vorsicht, um nicht am Ende leer auszugehen.

Allerdings hat auch diese Einstellung zwei Seiten. Sie schützt nicht

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Die fünf Säulen für ein gutes Mindset

Sein Name ist Programm. Martin Seligmann gilt als Begründer der positiven Psychologie. Diese befasst sich mit der Förderung von Wohlbefinden, Lebenszufriedenheit, Charakterstärken und Aufblühen der eigenen Persönlichkeit. Ein zentrales Konzept umfasst fünf wesentliche Säulen für langfristiges Wohlbefinden, psychische Gesundheit und ein erfülltes Leben, auch „Flourishing“ genannt.

Die erste Säule steht für Erleben von Freude, Dankbarkeit, Hoffnung und Neugier im Alltag. Die zweite

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Vom Glück, den Schwimmreif zu treffen

Hadern Sie oft mit sich und der Welt? Sind Sie unzufrieden mit Ihrem Leben? Plagt Sie das Gefühl, nicht genug zu sein? All dies kann Ihren Akku der Lebensfreude völlig leerziehen. Negative Gefühle wirken sich auf Dauer schädlich auf viele Lebensbereiche aus: Soziale Beziehungen leiden, der Seelenfrieden ebenso, und langfristig kann Unzufriedenheit sogar krank machen.

In solchen Momenten kann es

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Pfingstbestellung

Ein Pfingstgedichtchen will heraus
Ins Freie, ins Kühne.
So treibt es mich aus meinem Haus
Ins Neue, ins Grüne.

Wenn sich der Himmel grau bezieht,
Mich stört’s nicht im geringsten.
Wer meine weiße Hose sieht,
Der merkt doch: Es ist Pfingsten.

Nun hab ich ein Gedicht gedrückt,
Wie Hühner Eier legen,
Und gehe festlich und geschmückt
Pfingstochse meinetwegen
Dem Honorar entgegen.

Joachim Ringelnatz
(1883-1934)

(Eigentlich hieß er Hans Bötticher, wählte aber
sein Pseudonym aufgrund seiner Vorliebe
für skurrile Wortschöpfungen und Reime.)

Wunschlos glücklich? Bloß nicht!

„Ich erwarte nie etwas Positives, dann kann ich nicht enttäuscht werden“, verriet mir einmal ein Mitmensch. Das ist eine Art selbstverordnete Schutzimpfung gegen Enttäuschungen: keine Wünsche, kein Unglück, also dadurch Glück. Klingt irgendwie clever, funktioniert aber nicht. Unglücksvermeidung macht nicht glücklich, im Gegenteil.

Die Impfung ist also schlimmer als die Krankheit, vor

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