Nonnen bekommen nicht Alzheimer

Wenn Sie mal Dinge vergessen oder Ihnen ein Name nicht einfällt, haben Sie noch lange nicht Alzheimer. Jedoch ist diese Krankheit ein Schreckgespenst, die nach dem aktuellen Wissensstand nicht heilbar ist. Ausgelöst durch Ablagerungen und Eiweißknäuel sterben Nervenzellen ab. Nicht nur für die Betroffenen, auch für die Angehörigen ist der daraus entstehende Gedächtnisschwund eine Katastrophe.

1986 begann eine aufsehenerregende Studie. Forscher untersuchten akribisch und regelmäßig die

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Ostern

Wenn die Schokolade keimt,
wenn nach langem Druck bei Dichterlingen
„Glockenklingen“ sich auf „Lenzesschwingen“
endlich reimt, und der Osterhase hinten auch
schon preßt, dann kommt bald das Osterfest.

Und wenn wirklich dann mit Glockenklingen
Ostern naht auf Lenzesschwingen, –
dann mit jenen Dichterlingen
und mit deren jugendlichen Bräuten
draußen schwelgen mit berauschten Händen –
ach, das denk ich mir entsetzlich,
außerdem – unter Umständen -ungesetzlich.

Aber morgens auf dem Frühstückstische
fünf, sechs, sieben flaumweich gelbe, frische
Eier. Und dann ganz hineingekniet!
Ha! Da spürt man, wie die Frühlingswärme
durch geheime Gänge und Gedärme
in die Zukunft zieht,
und wie dankbar wir für solchen Segen sein müssen.

Ach, ich könnte alle Hennen küssen,
die so langgezogene Kugeln legen.

Joachim Ringelnatz (1883 – 1934)

Das ist nicht harmlos!

Hand aufs Herz: Schauen Sie heute noch einen ganzen Film an, ohne nebenbei aufs Handy oder Tablet zu blicken? Viele Menschen öffnen dutzende Male täglich Social-Media-Apps oder YouTube, oft während sie eigentlich etwas anderes tun. Forscher der Universität Bonn haben ermittelt: Der heutige Durchschnittsmensch schaut alle 10 bis 15 Minuten auf sein Handy. 50 bis 80 Mal pro Tag. Jugendliche sogar noch mehr.

Hirnforscher warnen: Was dabei in unserem Kopf geschieht, ist kein harmloses Nebenbei, sondern

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Mach dein Bett!

Die Rede des Marine-Admirals McRavens am 17. Mai 2014 an die Abschlussklasse der University of Texas in Austin ging viral: Das Video wurde auf YouTube millionenfach geklickt. Hinter seinem schlichten Rat „Mach dein Bett“ steht ein wegweisender Gedanke: Verordne dir die Disziplin, auch kleine Dinge zu erledigen, dann wirst du auch größere Vorhaben leichter schaffen. O-Ton McRaven: „Ihr werdet beim Blick auf euer Bett ein bisschen Stolz verspüren. Das wird euch

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Was jeder Landwirt weiß

„Säen, wachsen, ernten – was du vom Rhythmus der Natur für dein Leben lernen kannst“ ist der Untertitel des Buches „In der Ruhe liegt die Kraft“ von Jennifer Dukes Lee. Die amerikanische Bestsellerautorin beschreibt darin, wie man zu mehr Zufriedenheit kommt, wenn man sein Lebenstempo dem Kreislauf der Natur anpasst. Leuchtet ein. Und jeder Landwirt weiß: Nach dem

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Testen Sie mal Jammerfasten

Wie gut tut es, wenn man jemanden zum Zuhören hat. Insbesondere dann, wenn es einem nicht so gut geht. Manch schwierigere Situation lässt sich so leichter ertragen. Schüttet man sein Herz aus, ist es nachher nicht leer, aber man fühlt sich freier und fasst neuen Lebensmut. Dies ist die konstruktive Art des Jammerns.

Es gibt aber auch das Gegenteil, das unproduktive Jammern. Wird man damit behelligt, kann dies sehr

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Es dauert nur 90 Sekunden

Hängen Ihnen Streit, blöde Situationen oder Kontroversen lange nach? Können diese Ihr Wohlbefinden nachhaltig beeinträchtigen? Sogar bis in den Schlaf? Beneiden Sie Menschen, denen so etwas am Allerwertesten vorbei geht?

Die Neurowissenschaftlerin Jill Bolte Taylor hat sich nach einem Schlaganfall intensiv mit dem Bewusstsein des Menschen befasst. Jede Emotion, so hat sie herausgefunden – Wut, Angst, Kummer – hält

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Machen Sie es wie Rumpelstilzchen

„Ach, wie gut, dass niemand weiß …“. Selbstgespräche können zum Verhängnis werden, insbesondere dann, wenn jemand mithört, der nichts davon wissen soll. Jedes Kind weiß das. Jedoch gibt es hinreichend gute Gründe, sich von der schlechten Erfahrung einer Märchenfigur nicht abschrecken zu lassen.

Lautes Denken ist ein wirksames Mittel, um sich gegen das Stimmengewirr

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Scheiße plus X

Na, na, ist diese Überschrift nicht zu vulgär? Vielleicht, aber ich verstecke mich galant hinter Ronja von Wurmb-Seibel, einer jungen Journalistin, die diese Formel für den Umgang mit schlechten Nachrichten geprägt hat. Sie erklärt sie in einem Interview: „X steht für Wege aus der Scheiße. Und es ist mir noch nie passiert, dass ich kein X gefunden habe. Zur Not schaue ich in die Vergangenheit oder

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Hören Sie auf zu schütteln

Gestern fiel mir eine Schneekugel aus unserer Weihnachtsdekoration in die Hände. Darin ein kleines verschneites Häuschen mit Tannenbaum. Einmal kräftig geschüttelt und wieder hingestellt und ich konnte mit zusehen, wie sich langsam alles wieder aufklarte. Ohne mich einzumischen, versteht sich. Einfach nur zuschauen, wie sich der „Schnee“ von selbst setzt und Klarheit in die Kugel bringt. Eigentlich ganz einfach, oder?

In unserem alltäglichen Leben geht die Weisheit der

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