„Ach, wie gut, dass niemand weiß …“. Selbstgespräche können zum Verhängnis werden, insbesondere dann, wenn jemand mithört, der nichts davon wissen soll. Jedes Kind weiß das. Jedoch gibt es hinreichend gute Gründe, sich von der schlechten Erfahrung einer Märchenfigur nicht abschrecken zu lassen.
Lautes Denken ist ein wirksames Mittel, um sich gegen das Stimmengewirr im Oberstübchen zu behaupten. Forscher der Nottingham Trent University haben herausgefunden, dass Teilnehmer, die ihre Gedanken laut vortrugen, viermal weniger Fehler machten als jene, die still arbeiteten. Logisch: Sprechen dominiert über das Denken. Auf diese Weise können sich konkurrierende, abweichende Gedanken nicht störend einmischen.
Allerdings sollten es konstruktive Selbstgespräche sein, die hilfreich sind. Sie sollten durch das Aussprechen der Probleme helfen, die Gedanken zu sortieren und die Aufmerksamkeit auf eine Lösung zu fokussieren. Ständiges Wiederkäuen von Grübelgedanken ist nicht hilfreich. Ebenso sind selbstanklagende oder abwertende Aussagen wie „Warum musst du eigentlich immer …“ oder „Bin ich denn blöd?“ fehl am Platz. Vielmehr geht es um Beruhigung, Fürsorge und Achtsamkeit sich selbst gegenüber.
Fazit: Selbstgespräche sind zwar gesellschaftlich verpönt, aber ob Sie ein schwieriges Problem oder nur ein Sudoku zu lösen haben, oder ob es gilt, ein IKEA-Möbelstück zusammenzubasteln, die Rumpelstilzchentaktik kann Ihnen dabei nützlich sein.
Da dieser “Tipp” auch auch in anderen Medien erscheint, ist er in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de
