Na, na, ist diese Überschrift nicht zu vulgär? Vielleicht, aber ich verstecke mich galant hinter Ronja von Wurmb-Seibel, einer jungen Journalistin, die diese Formel für den Umgang mit schlechten Nachrichten geprägt hat. Sie erklärt sie in einem Interview: „X steht für Wege aus der Scheiße. Und es ist mir noch nie passiert, dass ich kein X gefunden habe. Zur Not schaue ich in die Vergangenheit oder mich in anderen Ländern um, wie dort mit demselben oder ähnlichen Problemen umgegangen wird.“
Die Scheiße kennen wir alle. Probleme prasseln täglich auf uns ein: die Nachrichten im Fernsehen, Waschmaschine kaputt, Chef schlecht gelaunt, Kind krank, Zug hat Verspätung oder fährt erst gar nicht. Das X ist der Gamechanger. Es lenkt den Blick nicht auf das Problem, sondern auf die Lösung. Nicht naiv-optimistisch, sondern konstruktiv und klar: Nicht im Hadern und Klagen steckenbleiben, sondern den Blick darauf trainieren für das, was möglich ist. Anstatt in der Scheiße zu versinken, werden Sie zum X-Sucher.
Ronja von Wurmb-Seibel lebte zwei Jahre als Reporterin in Kabul. Umgeben von schlechten Nachrichten lernte sie dort, Geschichten so zu erzählen, dass sie Lesern Mut machen. Obwohl es gerade viele Ereignisse und Entwicklungen gibt, die besorgniserregend sind, gibt es auch immer Anlass zur Hoffnung und Möglichkeiten, was wir tun können, um diese Welt ein bisschen zu verbessern. Bleiben Sie immer auf der Suche nach dem X.
Da dieser “Tipp” auch auch in anderen Medien erscheint, ist er in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de
