Widerstand zwecklos

Geht es Ihnen gerade gut? So gut, dass Sie sich wünschen, es solle immer so bleiben? Sie wissen selbst: ein unerfüllbarer Wunschtraum. Es gibt kein Leben ohne Überraschungen, Schicksalsschläge, Unverhofftes oder Unerwünschtes. Solche Ereignisse sind immer eine besondere Herausforderung.

Um mit dem unvermeidlichen Schmerz

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Bloß kein Mitleid

Wie gut können Sie mitfühlen, wenn es jemandem schlecht geht? Oder sich für jemanden freuen, wenn die Person glücklich ist? Empathisch zu sein und sich in andere hineinversetzen zu können, gilt als besonders gute Eigenschaft. Geteiltes Leid ist halbes Leid, heißt es im Volksmund. Aber stimmt das wirklich?

Die Neurowissenschaftlerin Olga Klimecki hat an der Universität Genf Studien über empathischen Stress

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John Lennon wollte glücklich sein

Das Seminar, an dem ich damals teilnahm, liegt schon ein Vierteljahrhundert zurück. Ich weiß nicht einmal mehr, wie es hieß und wer es leitete. Wir befragten uns gegenseitig, welche Ziele wir im Leben hätten. Egal was gesagt wurde, immer sollte die nächste Frage lauten: „Warum willst du das?“ Die Befragung endete erst, wenn die Antwort am Schluss hieß: „Weil ich glücklich sein will.“ Anhand dieses Resultats erklärte

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Placebo, Nocebo, Valebo

Sind Sie mit diesen Begriffen vertraut? Placebo kennt man von Scheinmedikamenten, die ohne Wirkstoff wirken können. Nocebo ist sozusagen der böse Bruder, der negative Auswirkungen ohne messbaren Grund auslöst. Wenn jemand die Nebenwirkungen eines vermeintlich eingenommenen Medikaments, also eines Placebos, bekommt. Aber nicht nur Scheinmedikamente, auch Scheininterventionen können erstaunlich wirken.

Neu ist diese Erkenntnis nicht. Bereits vor über

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Alles Einbildung oder was?

Es lief nicht rund bei meinem morgendlichen Spaziergang. Irgendwas kniff im linken Oberschenkel. Nicht schlimm, aber hinderlich. Natürlich spürte ich in diese Stelle hinein und grübelte, was das wohl sein könnte. Überlastung, Entzündung, Zerrung? Je mehr ich mich mit dem Zwicken beschäftigte, umso lästiger störte es.

Sogleich besann ich mich auf meine Selbsthypnosekompetenz und lenkte meine Aufmerksamkeit in den

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Meinen täglichen Stress gib mir heute

Eins vorab: Stress ist lebensnotwendig. Er dient dem Zweck, Energie zu mobilisieren und gleichzeitig solche Funktionen zu unterdrücken, die weniger wichtig sind. Das hat schon immer das Überleben der Menschheit gesichert. Nur: Zu viel an Stress macht auf Dauer krank.

Was ein inneres Beben auslöst, ist

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Kritiklos glücklich

Glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich rede. 53 Jahre Eheerfahrung in guten und in schlechten Zeiten sind kein Pappenstiel. An guten Ratschlägen für gelingendes Miteinander mangelt es aus Fachkreisen nicht. Ein Impuls des US-Paarforschers John Gottman für eine gute Partnerschaft leuchtet bei näherem Hinsehen ein: Er empfiehlt, konsequent auf Kritik zu verzichten.

Uff, eine Herkulesaufgabe, wenn zum Beispiel

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Raus aus der Zwickmühle

Wie halten Sie es mit Bettlern? Diese drängen einen leicht in eine moralische Zwickmühle. Eine hilfsbereite Seite in Ihnen konkurriert vielleicht mit einer rationalen, die Hilfe im konkreten Fall als schlecht einschätzt. Auch nahestehende Personen lösen oft eine innere Zerrissenheit aus, wenn sie Hilfe einfordern, die wir als nicht förderlich betrachten. Anderseits möchten wir gerne hilfsbereit und gefällig sein. Ein Dilemma.

Gute Hilfe

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Ach du meine Güte (2)

Im Impuls von letzter Woche habe ich über Menschlichkeit, Güte, Mitgefühl, Rücksichtnahme und Respekt voreinander geschrieben. Heute möchte ich ganz besonders das Wort Güte beleuchten. Beginnen wir mit der Frage, was Sie unter diesem Begriff verstehen. Eine wohlwollende, freundliche und nachsichtige Haltung gegenüber anderen? Milde, Gnade und Barmherzigkeit? Oder wie es

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Ach du meine Güte (1)

Es gibt Wörter, die nicht mehr populär sind. Demut, Anstand oder Güte sind solche verstaubten Begriffe. Man findet auch schlecht Synonyme dafür, ohne die Bedeutung in eine andere Richtung zu lenken. Zudem wirken sie altbacken und scheinen nicht mehr so recht in unsere moderne Welt zu passen, in der bekanntlich nichts unmöglich ist und diejenigen als clever gelten, die die Nase vorne haben.

Zugegeben, mit dem Ethos, das mit den Wörtern einhergeht, ist es schwer,

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