Wie gut tut es, wenn man jemanden zum Zuhören hat. Insbesondere dann, wenn es einem nicht so gut geht. Manch schwierigere Situation lässt sich so leichter ertragen. Schüttet man sein Herz aus, ist es nachher nicht leer, aber man fühlt sich freier und fasst neuen Lebensmut. Dies ist die konstruktive Art des Jammerns.
Es gibt aber auch das Gegenteil, das unproduktive Jammern. Wird man damit behelligt, kann dies sehr belastend sein. Insbesondere dann, wenn der Klagende sich allen positiven Impulsen gegenüber immun zeigt. Hinterher fühlt sich der Jammerer zwar befreit, braucht aber bald wieder ein neues Opfer, das sein Ohr für den Dauerfrust hinhält.
Die Menschen unterscheiden sich darin, wie sie mit Problemen oder Kummer umgehen. Für manche ist es eine rein private Angelegenheit, andere lassen ihr Umfeld an ihrem Unglück teilhaben. Wie halten Sie es damit? Können Sie die Entlastung durch ein gutes Zuhören in Anspruch nehmen oder machen Sie eher alles mit sich selbst aus? Oder neigen Sie im Gegenteil dazu, durch Jammern Mitleid und Aufmerksamkeit Ihrer Mitmenschen einzuklagen?
Falls Sie sich selbst ehrlich bei der letzteren Kategorie ertappen, hilft Ihnen vielleicht ein Rat der US-Lebensberaterin Martha Beck. Sie empfiehlt, eine Woche oder einen Monat lang „Jammerfasten“ einzulegen. Anstatt zu lamentieren, nehmen Sie sich einen Zettel und schreiben Sie auf, was Sie bedrückt. Am besten notieren Sie auch gleich einen konstruktiven Lösungsansatz dazu.
Da dieser “Tipp” auch auch in anderen Medien erscheint, ist er in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de
