Hand aufs Herz: Schauen Sie heute noch einen ganzen Film an, ohne nebenbei aufs Handy oder Tablet zu blicken? Viele Menschen öffnen dutzende Male täglich Social-Media-Apps oder YouTube, oft während sie eigentlich etwas anderes tun. Forscher der Universität Bonn haben ermittelt: Der heutige Durchschnittsmensch schaut alle 10 bis 15 Minuten auf sein Handy. 50 bis 80 Mal pro Tag. Jugendliche sogar noch mehr.
Hirnforscher warnen: Was dabei in unserem Kopf geschieht, ist kein harmloses Nebenbei, sondern eine gezielte biochemische Reizkaskade: Jedes Ping, jede Nachricht, jedes neue Video löst die Ausschüttung von Dopamin aus – jenem Botenstoff, der uns motiviert, Neues zu entdecken und die Ärmel hochzukrempeln.
Das Gehirn reagiert auf diese Überstimulation, indem es die Empfindlichkeit seiner Dopaminrezeptoren herabsetzt. Das bedeutet, wir benötigen immer mehr Reiz, um dieselbe kurze Befriedigung zu spüren. Die Sucht lässt grüßen. Dabei wird unser Gehirn in Mitleidenschaft gezogen: Die Amygdala, die für unsere Emotionen und Alarmreaktionen zuständig ist, wird zunehmend reizbarer. Gleichzeitig werden die Beruhigungsareale geschwächt.
Das Resultat: Wir werden schneller unruhig, impulsiver, empfindlicher gegenüber Stress und wir verlieren leichter die Fähigkeit, uns zu fokussieren. Über längere Zeit zeigt sich das auch körperlich – in Form von Anspannung, innerer Erschöpfung und Schlafstörungen. Was ich Ihnen rate? Das wissen Sie selbst, oder?
Da dieser “Tipp” auch auch in anderen Medien erscheint, ist er in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de
