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Kennen Sie die Redewendung „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“? Klingt vernünftig, oder? Sie besagt, man solle mit dem zufrieden sein, was man sicher hat, anstatt etwas Ungewissem nachzujagen. Sie rät zur Vorsicht, um nicht am Ende leer auszugehen.

Allerdings hat auch diese Einstellung zwei Seiten. Sie schützt nicht nur vor Leichtsinn, sondern verhindert auch das, was möglich wäre. „Die Angst vor dem Glück“ heißt ein Buch von Dr. Rainer Tschechne. Er beschreibt darin, dass bei uns oft ein unbemerktes Programm läuft, das immer wieder die gleichen Misserfolge und Defizite hervorruft. Wir verhindern automatisch ungewohnte Erfolge und Glückssituationen, obwohl wir alle Glück und Erfolg herbeisehnen.

Zugleich halten wir an Dingen fest, weil sie vertraut sind und nicht, weil sie gut sind. Da sind wir wieder beim Spatz. Psychologen nennen dies „das bekannte Unglück“, das wir uns gerne schönreden: „Man muss es ja nicht übertreiben“, „Es könnte schlimmer sein“ oder „Übermut tut selten gut“. Die gängige Moral lehrt uns zudem, bescheiden zu sein und das zu schätzen, was wir bereits haben, anstatt unrealistischen Träumen nachzurennen.

Hand aufs Herz: Würden Sie das auch Ihren Kindern raten? Oder wünschen Sie diesen nicht eher, über sich hinauszuwachsen und den Mut zum Glück zu haben? Der Spatz in der Hand ist meistens nur ein Spatz, kein lohnendes Ziel. Täte auch Ihnen etwas mehr Mut zum Glück gut – die Taube eben?

Da dieser “Tipp” auch auch in anderen Medien erscheint, ist er in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de

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