Coaching-Blog

Ein bisschen mehr

Das neue Jahr ist noch ganz frisch und unverbraucht. Ich wünsche dir etwas Zeit und Muße, um einmal innezuhalten und zu spüren, was du dir von dem neuen Jahr wünschst. Das lesenswerte Gedicht von Peter Rosegger kann dir vielleicht dabei ein bisschen helfen.

Gedicht zum neuen Jahr

Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit,
Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid,
Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass,
Ein bisschen mehr Wahrheit – das wäre doch was!

Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh’,
Statt immer nur Ich ein bisschen mehr Du,
Statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut
Und Kraft zum Handeln – das wäre gut!

Kein Trübsal und Dunkel, ein bisschen mehr Licht,
Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht,
Und viel mehr Blumen, solange es geht,
Nicht erst auf Gräbern – da blüh’n sie zu spät!

(Peter Rosegger)

Die vier Kerzen

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte: “Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden.”

Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: “Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.”

Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze war aus.

Leise und traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort. “Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.” Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: “Aber, aber, Ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!” Und fast fing es an zu weinen.

Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: “Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung.”

Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.

Verpassen Sie ruhig die Gelegenheiten

Eine Geschichte erzählt von einem Mann, der ein Tagebuch über verpasste Gelegenheiten führte. Er begann damit schon früh in seiner Kindheit. Als seine Schulkameraden ihn einmal nicht mitspielen ließen, traf er einen älteren Jungen, mit dem er sich anfreundete und bis heute wie mit einem großen Bruder verbunden ist.

Ein weiterer Eintrag beschreibt, wie er einst seinen Zug verpasste und im nächsten eine Frau kennenlernte, mit der seit vielen Jahren glücklich verheiratet ist. Als er Jahre später in einem Stau stand und seinen gebuchten Flug nicht antreten konnte, entging er einer Flugzeugkatastrophe, bei der er sein Leben eingebüßt hätte.

Wenn er sein Tagebuch durchblätterte, bemerkte der Mann etwas Wunderbares: Immer wenn er etwas verlor, gewann er anschließend etwas, das er nicht bekommen hätte, wenn er vorher nichts verloren hätte. Dieses Tagebuch veränderte sein Leben. Er ist immer froh, wenn er etwas verpasst, und wartet zuversichtlich darauf, was ihm stattdessen Schönes beschert wird.

Wahrscheinlich werden Sie kein Tagebuch führen und schon gar keins über verpasste Gelegenheiten. Aber jeden Tag passieren uns kleinere oder größere Missgeschicke. Wenn einmal etwas schiefgeht oder Sie etwas verpassen, dann denken Sie immer an die Geschichte vom Tagebuchschreiber. Vielleicht wartet etwas Besseres auf Sie, als Sie es selbst vorgesehen hatten.

Dieser “Tipp” erscheint auch wöchentlich in verschiedenen regionalen Zeitungen und ist deshalb in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de

Kinder, wie die Zeit vergeht

Denken Sie auch öfter: „Wie die Zeit vergeht, es war doch gerade erst Weihnachten oder Ostern!“. Das ist keine Selbsttäuschung, sondern ein reales Erleben in unserem Gehirn. Je älter wir werden, umso weniger neue Erfahrungen machen wir in unserem Leben. Das sorgt für Platz im Gehirn, denn ein Alltag voller Routinen ist stark komprimiert im Gedächtnis abgespeichert. So spart das Gehirn Energie,

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Was würden Sie im nächsten Leben tun?

„Wenn ich noch einmal auf die Welt komme, dann werde ich…“. Wer hat diesen Satz nicht schon einmal ausgesprochen oder zumindest gedacht. Bei einer Studie sagten über 90 Prozent der Befragten, wenn sie noch einmal leben könnten, würden sie mehr über ihr Leben nachdenken. Sie würden ihre Motive und Wünsche hinterfragen, ihren Lebenskontext betrachten und sich Ziele setzen. Sie würden ein selbstbestimmteres Leben führen.

Sie würden also ganz freiwillig das tun, wovon Menschen

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