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Eigentlich hätte es ein schöner Tag werden können. Die besten
Voraussetzungen dafür waren gegeben: ein arbeitsfreier
Sonntag, angenehmes Wetter und eine Veranstaltung, auf die
man sich schon lange gefreut hatte. Wenn man doch nur seinen
Mund gehalten hätte! Aber man wird ja schließlich seine
Meinung sagen dürfen, ohne dafür beleidigende Äußerungen
einstecken zu müssen. Lieber sollte jeder von seiner eigenen
Haustür kehren. Außerdem hat man schon tausend Mal erklärt,
dass …

Kommt Ihnen das Szenario irgendwie bekannt vor? Wie könnte
das Leben so schön sein, wenn es die anderen Menschen
nicht gäbe. Nein – wenn die anderen Menschen so wären wie
ich. Nein, jetzt hab ich’s – wenn die anderen Menschen so
wären, wie ich es mir vorstelle. Eine Wunschvorstellung, mit der
man sich nur Frust einhandelt. Der andere ist, wie er ist, ob
einem das gefällt oder nicht. In dem Maße, wie wir es schaffen,
mit dem Anderssein einen guten Umgang zu finden, bewahren
wir unsere seelische Gesundheit und Lebensfreude. Konrad
Adenauer sagte einmal: „Nehmen Sie die Menschen, wie sie
sind, andere gibt’s nicht.“ Das ist allerdings leichter gesagt als
getan. Insbesondere dann, wenn man mit diesen Menschen
eng verbunden ist. Auch wenn’s schwer fällt: Ändere, was du
ändern kann, akzeptiere, was du nicht ändern kannst, und
lerne, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Dieser “Tipp” erscheint auch wöchentlich in verschiedenen regionalen Zeitungen und ist deshalb in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de

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