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Manche sind Plaudertaschen, andere Stockfische. Beide sind
nicht der wahre Jakob. Richtig nervig wird es, wenn sich
jemand zur Gewohnheit gemacht hat, pausenlos einen
Wortschwall zu produzieren. Insbesondere dann, wenn man
diesem Menschen nicht leicht ausweichen kann: am Arbeitsplatz,
im Freundeskreis oder auch in der Familie. Jemand hat
sogar ein uncharmantes Wort dafür erfunden: „Logorrhoe“,
also Sprechdurchfall.

Kann man sich dagegen wehren? Ja, und das sollten Sie auch
tun, denn das ist allemal besser als sich heimlich über den
anderen aufzuregen. Sagen Sie Ihrem vielsprechenden
Gegenüber freundlich aber deutlich, dass Ihnen sein Reden zu
viel ist. Ohne Anklage als Ich-Botschaft: „Entschuldige bitte, es
ist mir gerade zu viel.“ Oder gegebenenfalls, wenn die
Beziehung stimmt, auch mit Humor: „Mein Speicher ist voll, ich
muss erst eine neue Kassette einlegen.“

Wenn Sie sich selbst als Vielsprecher erkennen, üben Sie ganz
bewusst zuzuhören und ihrem Gegenüber die gleiche Redezeit
einzuräumen wie sich selbst. Wie bei einem Rededuell im
Fernsehen. Üben Sie sich darin, sich klar und präzise auszudrücken
und andere nicht mit Ausschweifungen zu belästigen.
Das macht sie sympathischer und kompetenter. Halten Sie sich
an Mark Twains klugen Rat: „Wenn du nichts zu sagen hast,
dann sage auch nichts.“

Dieser “Tipp” erscheint auch wöchentlich in verschiedenen regionalen Zeitungen und ist deshalb in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de

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