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Könnten Sie manchmal an anderen Menschen verzweifeln, weil diese so uneinsichtig sind? Strapaziert es Ihre Selbstbeherrschung, ständig etwas einzufordern, was beharrlich ignoriert wird? Reißt Ihnen dabei öfter der Geduldsfaden?

Andere Menschen ändern zu wollen, gehört zu den Dingen im menschlichen Miteinander, die am meisten frustrieren und die Nerven aufreiben. Was tun, wenn weder Appelle an die Vernunft, Befehle oder Androhen von Konsequenzen fruchten?

Der griechische Philosoph Äsop hinterließ uns dazu eine Fabel: Der Wind und die Sonne stritten sich darüber, wer einen Wanderer schneller dazu bringen würde, seine Jacke auszuziehen. Der Wind begann und blies, so fest er konnte. Er stürmte und tobte, um dem Mann seine Jacke mit Gewalt vom Leib zu reißen. Diese dieser zog seine Jacke jedoch nur umso fester um sich und hielt sie mit beiden Händen fest. Nach einer Weile gab der Wind auf. Nun war die Sonne an der Reihe. Sie wählte einen anderen Weg: Liebevoll sandte sie dem Wanderer ihre warmen Strahlen. Es dauerte nicht lange, bis er die Jacke aufknöpfte und sie ganz auszog.

Ist es Ihnen zu unbefriedigend, vielleicht sogar zu naiv, auf liebevolle warme Strahlen zu vertrauen? Es mag sein, dass Sie mit Wärme den anderen nicht dazu bringen, seine Jacke auszuziehen. Aber wenn Sie die liebevolle Sonne sind, ist zumindest Ihnen warm. Schonen Sie Ihre Nerven.

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