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Der Zug fällt aus. Die Waschmaschine streikt. Der Arzt hat schlechte Nachrichten. Und dann kommt noch so ein Satz, den man am allerwenigsten gebrauchen kann: „Das wird schon.“ Oder noch schlimmer: „Alles wird gut.“ Solche unreflektierten Durchhalteparolen sollen beruhigen, bewirken aber eher das Gegenteil. Woher will jemand wissen, ob wirklich alles gut wird? Manchmal wird es sogar ziemlich unerquicklich. Aber man soll doch nie seinen Optimismus verlieren, oder?

Die Verhaltensforschung zeigt, dass wirkliche Optimisten keineswegs blauäugig durchs Leben gehen. Sie sehen dieselben Probleme, Risiken und Stolpersteine wie alle anderen auch. Sie verschließen die Augen nicht vor unangenehmen Wahrheiten. Der Unterschied liegt jedoch in der Bewertung der Dinge. Während der Pessimist denkt: „Das wird nichts“, sagt der Optimist: „Das wird schwierig, aber ich gebe mein Bestes.“

Die Psychologin Gabriele Oettingen konnte sogar nachweisen, dass positives Wunschdenken allein wenig bringt. Erfolgreicher sind Menschen, die ihre Ziele mit den möglichen Hindernissen abgleichen und sich überlegen, wie sie damit umgehen werden. Optimismus bedeutet also nicht, auf ein Wunder zu hoffen. Es bedeutet, mit Schwierigkeiten zu rechnen und dennoch in seiner Kraft zu bleiben.

Wirkliche Optimisten tragen deshalb keinen Aufkleber mit der Aufschrift „Alles wird gut“ mit sich herum. Ihr innerer Leitsatz lautet eher: „Egal, was kommt – ich werde einen Weg finden, damit umzugehen.“

Da dieser “Tipp” auch auch in anderen Medien erscheint, ist er in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de

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