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Viele von uns sind mit Sätzen wie „Stell dich nicht so an!“, „Was glaubst du, wer du bist?“ oder gar „Ein Indianer kennt keinen Schmerz!“ aufgewachsen. Auch wenn wir heute anders darüber denken, wirken solche Botschaften oft lange nach. Sie prägen unseren Umgang mit den eigenen Gefühlen.

In meinen Seminaren zum Familienstellen beobachte ich immer wieder etwas Erstaunliches: Fast alle Teilnehmenden können sich gut in andere Menschen hineinversetzen. Sie spüren deren Verletzungen, Bedürfnisse und Sehnsüchte. Geht es jedoch um die eigenen Gefühle, fällt diese Offenheit oft schwer. Mitgefühl für sich selbst fällt vielen deutlich schwerer.

Schon unsere Sprache zeigt, wie ungewohnt dieser wohlwollende Blick nach innen ist. Worte wie Selbstempathie oder Selbstmitleid treffen den Kern nicht. Verhaltensforscher haben den Begriff „Impathie“ geprägt. Er beschreibt die Fähigkeit, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse bewertungsfrei, selbstfürsorglich mit freundlicher Selbstzuwendung wahrzunehmen.

Dafür braucht es die Bereitschaft, einen Schritt zurückzutreten und sich mit etwas Distanz zu betrachten. Beim Spüren nach innen begegnen wir oft unserem inneren Antreiber oder Kritiker, dem wir es nie recht machen können.

Mit sich selbst im Frieden zu sein bedeutet nicht, diese Stimmen zum Schweigen zu bringen. Es bedeutet, sie wahrzunehmen, anzunehmen und sich dennoch nicht von ihnen bestimmen zu lassen. Das bewirkt, mit sich selbst verbunden zu bleiben und aus eigener Kraft zu handeln.

Da dieser “Tipp” auch auch in anderen Medien erscheint, ist er in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de

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