„Ich bin Weltmeisterin darin, meine Gefühle zu unterdrücken“, sagte eine Frau um die fünfzig, die zu mir ins Coaching kam. Ich glaubte zu erkennen, dass sie sogar ein bisschen stolz darauf war. „Das war in meiner Kindheit notwendig, um das Ganze auszuhalten“, fuhr sie fort. Diese Notlösung ist gut nachvollziehbar. Doch dieses destruktive Bewältigungsmuster begleitet sie noch heute.
Wie gehen Sie mit unangenehmen Gefühlen um? Neigen Sie auch zum Unterdrücken? Intensive Studien mit Kriegsveteranen haben gezeigt, welche katastrophalen Auswirkungen dies hat. Das aktive Unterdrücken von Emotionen versetzt den Körper in eine Übererregung und erhöht die Entzündungsbotenstoffe langfristig um ein Vielfaches. Egal, ob es sich um vergangene Geschehnisse oder akute Probleme handelt, das Wegdrücken der damit verbundenen Emotionen ist nur scheinbar möglich. Sie rumoren in unserem Inneren und sind die Brutstätte für körperliche Erkrankungen.
Anstatt ständiges destruktives Grübeln und unzählige Runden im Gedankenkarussell, bietet die moderne Therapie mit dem „expressiven Schreiben“ eine wirksamere Vorgehensweise. Diese geht auf den US-Psychologen James Pennebaker zurück. Dabei schreibt man 15 bis 20 Minuten lang ununterbrochen belastende Gedanken und Gefühle auf, ohne auf Rechtschreibung oder Grammatik zu achten. Nur für sich selbst. Dies hilft nachweislich dabei, Stress abzubauen und das Immunsystem zu stärken.
Auch meiner oben erwähnten Klientin half es sehr, ihr Herz zu öffnen und ihre isolierten Gefühle zu befreien.
Da dieser “Tipp” auch auch in anderen Medien erscheint, ist er in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de
