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Ausgesprochen ist „Ich kann nicht“ schnell, womöglich ohne
dass man Böses dabei denkt. Trotzdem hat jede Äußerung ihre
Wirkung. Wie häufig sagen Sie „Ich kann nicht …“? Diese
gängige Redewendung trifft fast nie zu. Natürlich kann ein
Querschnittgelähmter nicht laufen und ein Stummer nicht
sprechen. Aber wie steht es mit Aussagen wie „Ich kann
morgen nicht kommen“ oder „Ich kann nicht zeichnen“? Sie
entsprechen nicht der Wahrheit. Das Dumme ist: Durch die
Formulierung glauben Sie selbst daran! Sie verstärkt Ihre
Überzeugung, dass etwas nicht möglich ist. Damit verschließen
Sie sich selbst eine Tür.

Viel ehrlicher wäre zu gestehen „Ich will nicht …“, denn damit
gehen Sie aus der Hilflosigkeit in Ihre eigene Entscheidungsfreiheit.
Haben Sie den Mut, dazu zu stehen – zumindest
in Ihrem inneren Dialog. Nach außen sind kleine Schwindeleien
manchmal gesellschaftsfähiger. „Ich will nicht …“ kann
brüskierend wirken, „Ich kann nicht …“ wird oft stillschweigend
akzeptiert. Denken Sie nur an Martin Luther, dem der berühmte
Satz zugeschrieben wird „Hier stehe ich, ich kann nicht
anders.“

Wenn es um Fähigkeiten geht, besteht eine gute Variante darin,
das Wörtchen „noch“ einzufügen: „Ich kann noch nicht …“.
Damit lassen Sie sich ein Hintertürchen offen, durch das Sie –
wenn Sie es möchten – schlüpfen können.

Dieser “Tipp” erscheint auch wöchentlich in verschiedenen regionalen Zeitungen und ist deshalb in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de

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