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Tipp der Woche 26.KW/2012

Ärger und Konflikte haben immer mit anderen Menschen zu tun. Kein vernünftiger Mensch ist ernsthaft seinem Wohnzimmerschrank böse, wenn er sich an ihm gestoßen hat. Verletzungen, die uns Menschen zufügen, können viel schmerzhafter und langwieriger sein. Ist der akute Schmerz abgeklungen, haben wir längst dem Schrank vergeben und sind vielleicht künftig aufmerksamer. Anderen Menschen aber vergeben wir nicht so schnell. Wir tragen ihnen etwas nach.

Ein aufdeckendes Wort: Wir tragen es dem Verursacher hinterher! Auf diese Weise wird aber der Schmerz immer wieder erneuert und erhalten. Oft über Monate, Jahre oder Jahrzehnte. Vergeben fällt meist schwer. Zu schmerzhaft sind die Verletzungen. Und wo bleibt die Gerechtigkeit, die Wiedergutmachung? Zumindest soll der Betreffende zu seiner Schuld stehen. Meist kann es nicht wiedergutgemacht werden und oft ist der Schuldige auch nicht bereit, zu seiner Schuld zu stehen.

Wenn wir aber nicht vergeben, bleiben wir für immer das Opfer. Wir vergeben nicht, um dem anderen die Schuld zu erlassen. Auch nicht, um uns wieder zu vertragen. Vergeben kann man nur für sich selbst, um seinen eigenen Frieden zu finden! Vergeben fällt oft schwer. Machen Sie sich klar, wie Sie sich dadurch selbst schaden. Misten Sie lieber Ihren „Nachtrage-Rucksack“ aus. Sie bewahren doch auch kein verschimmeltes Essen auf, an dem Sie sich einmal den Magen verdorben haben!

Dieser “Tipp” erscheint auch wöchentlich in verschiedenen regionalen Zeitungen und ist deshalb in der “Sie-Form” verfasst. Weitere Tipps findest du auf meiner Homepage: www.egold-konzept.de

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