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Wer kennt das nicht? Es musste mal wieder die Lieblingsschokolade sein und hinterher ärgert man sich über sich selbst. Oder man kriegt einfach den Hintern nicht hoch, obwohl es gut wäre sich mehr zu bewegen. Eigentlich müsste man „Nein“ sagen, aber man lässt sich doch wieder etwas aufs Auge drücken. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach – so steht es schon in der Bibel. Brauchen wir also mehr Willenskraft, mehr Charakter?

Die Hoffnung, solche Situationen mit mehr Willenskraft meistern zu können haben die meisten längst als Illusion erkannt. Vielmehr machen wir alle, wenn wir ehrlich sind, die Erfahrung, dass wir Sklave unserer eingefleischten Verhaltensmuster sind, die das Gehirn verschaltet hat.

Können wir solche Verschaltungen löschen oder mit neuen überschreiben. Nein, die Hirnforschung lehrt uns, dass dies ist so nicht möglich. Was nun? Ganz aufgeben? Nein, natürlich nicht! Denn es gibt die Möglichkeit, Verhaltensmuster zu deaktivieren und neue Verschaltungen zu knüpfen. Das ist leichter als viele glauben.

Schritt für Schritt zum Erfolg

Auch wenn es keine Patentrezepte gibt, hat sich folgende Vorgehensweise für dauerhafte Verhaltensveränderungen bewährt:

  1. Zunächst gilt es, vorhandene Verhaltensmuster zu erkennen und bewusst zu machen. Akzeptiere deine Schwächen und mache dir klar, dass du „nur“ ein Mensch bist. Selbstakzeptanz und eine gute Selbstbeziehung sind die Fahrkarte für positive Veränderungen. Gegen sich selbst zu kämpfen kann niemals erfolgreich sein. Der Verlierer steht von vornherein fest: Du selbst.
  2. Male dir aus, wie es stattdessen sein soll. Du brauchst einen neuen Plan, ein neues Konzept. Mach Nägel mit Köpfen: Vereinbare einen genauen Termin mit dir selbst, wann du zum Beispiel Sport machen möchtest. Oder halte einen Plan B bereit, was du tun wirst, wenn das Verlangen kommt. Du kannst dir nichts wegnehmen ohne dir etwas anderes dafür zu geben.
  3. Du brauchst vor allem auch ein Ziel, das für dich lukrativ ist. Worauf du dich freuen kannst. Stell dir beispielsweise vor, wie du ein Kleidungsstück wieder anziehen kannst. Stelle dich dabei vor einen imaginären Spiegel, betrachte dich von allen Seiten und gehe dabei in das gute Gefühl.
  4. Anstatt einem großen Ziel nachzueifern, nimm dir lieber kleine Fortschritte vor, die erreichbar sind. Boris Becker sagte einmal, er wolle nie das Spiel gewinnen, sondern immer nur den nächsten Punkt. Und bei den 10 Geboten der Anonymen Alkoholiker heißt es: „Nur für heute werde ich…“. So bekommst du dauernd Erfolgserlebnisse, die dich motivieren. Vergiss nicht, dir kleine Belohnungen dafür zu gewähren.
  5. Überprüfe deine inneren Einstellungen und Haltungen zu dem Thema. Wenn etwas tust, was eigentlich nicht mit deinen Ansichten übereinstimmt, dann wird es nicht lange halten. Unser Verhalten wird ganz wesentlich von unserer Haltung gesteuert. Über diese Haltung oder innere Einstellung können wir mit freiem Willen bestimmen.

Auf diese Weise ist es möglich, dauerhaft neue Verhaltensweisen zu installieren. Dabei werden alte Verschaltungen deaktiviert, weil die Synapsen (die Stelle der neuronalen Verknüpfung) keine neue Nahrung mehr bekommen. Neue Verknüpfungen von gewünschten Verhaltensmustern werden intensiviert.

Das Erfolgserlebnis und die guten Gefühle, die dabei einhergehen, fördern die Dopaminproduktion. Dopamin ist ein Wohlfühlhormon, das vom Körper bei Glücksempfinden produziert wird und dient als intensiver Klebstoff beim Aufbau neuer Verhaltensmuster. Deshalb ist der Wohlfühleffekt bei allen Umstellungsmaßnahmen so wichtig.

Was kann ein Coach dabei helfen?

Der bekannte Hirnforscher Gerhard Roth beschreibt diese Vorgehensweise in seinem Buch „Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten“. Dabei weist er daraufhin, dass es aber auch nicht einfach ist, nur aus eigener Kraft Veränderungen vorzunehmen. Er schreibt in dem Kapitel „Möglichkeiten und Grenzen der Selbstveränderung“: „Manche Menschen sagen, dass es eine Selbstveränderung „ganz aus sich heraus“ gar nicht gibt und man zumindest einen erheblichen Anlass oder besser die Hilfestellung von Mitmenschen benötigt, z.B. eines guten Freundes, des Lebenspartners oder eines Therapeuten.“

Aufgabe des Coaches kann und darf nicht sein, mit erhobenem Zeigefinger Druck zu machen oder den Oberlehrer zu geben. Vielmehr begleitet der Coach mit viel Verständnis und nutzt sein Handwerkszeug zur Motivation. In meinen Kursen benutze ich oft die Metapher, dass ich als Coach die Aufgabe habe, die Funken zu schlagen, aber für das Feuer muss jeder selbst die Zuständigkeit übernehmen.

Aber ohne diese Funken und ohne das richtige Konzept ist es für die meisten Menschen schwer, ja sogar aussichtslos, alleine gegen die festgefahrenen Verhaltensmuster, die im Gehirn oder wie es oft formuliert wird, im Unterbewusstsein, anzukommen.

Seit nunmehr 15 Jahren bin ich als Coach tätig und in dieser Zeit haben schon über 3.000 Menschen meine Kurse oder Einzelcoachings besucht. Insbesondere coache ich im Bereich Gewichtsreduktion. Auch aus eigener Betroffenheit, da ich selbst einen Körper habe, der in der Lage ist, schnell zuzunehmen und dies auch gerne tun würde, wenn ich mich ihm nicht immer liebevoll und verständnisvoll zuwenden würde.

Mein Handwerkszeug – Was hilft am besten?

Da ich mich liebend gerne fortbilde, Seminare, Supervisionen oder Kongresse besuche, ist mein Handwerkskoffer prall gefüllt. Die Hypnose hat sich gerade bei Verhaltensveränderungen und Gewichtsreduktion besonders bewährt. Außer der Gruppentrance sind es vor allem auch die hypnotischen Sprachmuster, die bei meiner Arbeit in der Gruppe unterschwellig zur Motivation und Verhaltenssteuerung sehr wirksam sind. Dabei kommt der Umstand zugute, dass wir Menschen hochgradig beeinflussbar sind – im Guten wie im Bösen…

Ebenfalls äußerst wirksam und hilfreich ist die Klopftechnik PEP. Hierbei werden bestimmte Akkupunkturpunkte durch Klopfen stimuliert. Dadurch lösen sich Anspannung und das Stressniveau sinkt spürbar. Gerade bei Heißhungerattacken und Drang nach Süßigkeiten kann das Klopfen Wunder wirken. Durch das regelmäßige Anwenden der Klopftechnik werden Ängste reduziert und das Gefühlsniveau deutlich verbessert. Das steigert die Lebensqualität und regt den Fettstoffwechsel an.

Viele bewährte Tools aus der Neurolinguistischen Programmierung (NLP) ergänzen die Methoden, die ich in dem 12-wöcheigen Verhaltenstraining zur gesunden und dauerhaften Gewichtsreduktion einsetze. Die Kurse finden dreimal jährlich statt. Genaue Angaben findet man auf meiner Homepage www.egold-konzept.de

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